Hinweise für Suchende

 

 

Das Ziel

Die Zielsetzung der Freimaurer ist es, eine Lebensstellung zu finden, die geistige Vertiefung und sittliche Vervollkommnung anstrebt und mitmenschliche Brüderlichkeit als lebendiges Prinzip versteht.

 

Die Entwicklungsstufen

Freimaurerei dient der Persönlichkeitsfindung und Entwicklung in selbsterzieherischer Phasenfolge, beginnend mit Selbsterkenntnis, übergehend in Selbstentwicklung bis hin zur Sublimierung und Veredelung.

 

Die Bedeutung vom Ritual und Symbolen

Die Freimaurerei bedient sich bestimmter Rituale und Symbole um einen innermenschlichen Reifeprozess (Initiation) zu erreichen. Durch Symbole werden abstrakte Denkinhalte in zeitlos gültige Erlebnisbilder umgesetzt.

 

Organisationsstruktur der Logen

Die Organisationsform der christlichen Logen sieht – unterteilt nach den einzelnen Erkenntnisgraden eine Aufteilung in die:

-       Johannislogen (mit den 3 Lehrgraden: Lehrling, Geselle, Meister - Begriffe aus dem früheren Bauhandwerk)

-       Andreaslogen (mit den 3 Lehrgraden: Lehrling, Geselle, Meister. Sich zusammensetzend aus Mitgliedern verschiedener Johannislogen)

-       das Kapitel mit seinen Hochgraden und Brüdern aus mehreren Andreaslogen

 

 

Die Freimaurerei und das Verhältnis zur Kirche

Während die evangelische Kirche ein neutrales und unproblematisches Verhältnis zur Freimaurerei hatte und auch heute sich tolerant gibt, war die Einstellung der katholischen Kirche von Anfang durch Spannungen gekennzeichnet. Es scheint so, dass in der wechselvollen Geschichte vor allem politische (Macht) und dogmatische Gründe es waren und sind, die sind Verständnis trotz mancher Gemeinsamkeiten entgegenstehen. Freimaurerei ist keine Ersatzreligion.

 

 

Der Männerbund

Freimaurerei ist ein reiner Männerbund, jedoch nicht nur aus traditionellen Gründen, auch aus der psychologischen Erkenntnis, dass die Selbsterlebnisse und die Erfahrungshorizonte sich bei Frauen anders darstellen als die von Männern. Dadurch könnten während des Rituals die meditative Tiefenwirkung und die metaphysischen Aufschlüsse bei gleichzeitiger Anwesenheit von Frauen und Männern Störungen aufkommen. Diese Ausgrenzung bezieht sich nur auf die rituelle Arbeit. In den gesellschaftlichen Zusammenkünften ist es selbstverständlich, dass unsere Frauen dabei sind.

 

 

Die Freimaurerei als Spiegelbild gesellschaftlicher Schichtung

Die Logen sind, bezogen auf die Biografien ihrer Mitglieder, ein Spiegelbild unserer gesellschaftlichen Struktur. Es befinden sich in ihnen Kaufleute, Ingenieure, Handwerker, Beamte und Akademiker unterschiedlichen Alters. Alle verstehen sich als Menschen unserer Zeit, erkennen sich als Bürger in der sozialen Umwelt, erkennen das demokratische Staatsgebilde an, in dem sie leben und setzen sich als Einzelkämpfer auf den verschiedendsten Feldern für das Wahre und Gute ein. Wie sich der einzelne Freimaurer den Zeitproblemen stellt, bleibt ihm selbst überlassen. Es gibt keinen „Fraktionszwang“.

 

 

Die Freimaurerei und das karitative Engagement

Die Freimaurerei hat sich von Anfang an der karitative Idee verpflichtet gefühlt. In diversen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens waren und sind sie aktiv und durch finanzielle Unterstützung in allen Teilen der Welt tätig. Erwähnt seien nur Krankenhäuser, Behindertenzentren, Waisenhäuser und Kinderdörfer. Um Freimaurer zu werden, braucht man aber nicht vermögend zu sein: Jeder gibt so oft und so viel, wie er will.